| Bilanz Covestro AG nach HGB | ||
|---|---|---|
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in Mio. € | in Mio. € | |
| AKTIVA | ||
| Anlagevermögen | 1.830 | 1.830 |
| Sachanlagen | – | – |
| Finanzanlagen | 1.830 | 1.830 |
| Umlaufvermögen | 4.668 | 5.447 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 25 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.591 | 5.365 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 76 | 57 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 8 | 6 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 2 | 2 |
| Gesamtvermögen | 6.508 | 7.285 |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | 3.884 | 4.924 |
| Gezeichnetes Kapital | 189 | 208 |
| Eigene Anteile | – | – |
| Ausgegebenes Kapital | 189 | 208 |
| Kapitalrücklage | 3.757 | 4.910 |
| Andere Gewinnrücklagen | 117 | 122 |
| Bilanzverlust | – 179 | – 316 |
| Rückstellungen | 145 | 81 |
| Rückstellungen für Pensionen | 24 | 26 |
| Steuerrückstellungen | 50 | 32 |
| Sonstige Rückstellungen | 71 | 23 |
| Verbindlichkeiten | 2.479 | 2.280 |
| Anleihen | 1.500 | 1.500 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 821 | 555 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 58 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 81 | 154 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 54 | 13 |
| Gesamtkapital | 6.508 | 7.285 |
Zum 31. Dezember 2025 belief sich das Gesamtvermögen der Covestro AG auf 7.285 Mio. € (Vorjahr: 6.508 Mio. €). Der Vermögensanstieg ist im Wesentlichen auf die Liquidität aus der Kapitalerhöhung zurückzuführen, die konzernintern an die Covestro Deutschland AG übertragen und in der Folge als höhere CashPoolForderung ausgewiesen wurde. Die Finanz- und Vermögenssituation der Covestro AG war aufgrund ihrer Holdingfunktion maßgeblich vom Management von Beteiligungen sowie von der Finanzierung der Konzernaktivitäten geprägt. Dies drückte sich vor allem in der Höhe der Finanzanlagen (25,1 % des Gesamtvermögens), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (73,6 % des Gesamtvermögens) und der Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 774 Mio. € auf 5.365 Mio. € (Vorjahr: 4.591 Mio. €). Die Entwicklung war im Wesentlichen auf eine Cash-Pool-Forderung gegen die Covestro Deutschland AG zurückzuführen.
Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände hatten eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Die Sachanlagen waren von untergeordneter Bedeutung. Ebenso waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 25 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €), die nahezu ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden, sowie die Rechnungsabgrenzungsposten mit 6 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) für das Gesamtvermögen unwesentlich. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 57 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €) enthielten insbesondere Forderungen aus Ertrag- und Umsatzsteuern.
Die Covestro AG war in Höhe von 4.924 Mio. € (Vorjahr: 3.884 Mio. €) durch Eigenkapital finanziert. Dies entsprach einer Eigenkapitalquote von 67,6 % (Vorjahr: 59,7 %). Im Geschäftsjahr 2025 erhöhte die Covestro AG ihr Grundkapital von 189 Mio. € auf 207,9 Mio. € durch die Ausgabe von 18.900.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1 €. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 137 Mio. € wirkte sich eigenkapitalmindernd aus.
Dem Eigenkapital standen Rückstellungen in Höhe von 81 Mio. € (Vorjahr: 145 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 2.280 Mio. € (Vorjahr: 2.479 Mio. €) gegenüber.
Die Rückstellungen setzten sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 26 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €), Steuerrückstellungen in Höhe von 32 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €) und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 23 Mio. € (Vorjahr: 71 Mio. €) zusammen. Der Rückgang der Steuerrückstellungen um insgesamt 18 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Senkung der Vorsorgerückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen bestanden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der vollständigen Inanspruchnahme der Rückstellung für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot in Höhe von 46 Mio. €. Darüber hinaus führten geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit der kurzfristigen variablen Vergütung (Covestro PSP) zu einem Rückgang in den sonstigen Personalrückstellungen.
Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 555 Mio. € (Vorjahr: 821 Mio. €) resultierte aus der planmäßigen Rückzahlung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 240 Mio. € sowie der Tilgung weiterer Darlehen in Höhe von 225 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich die Aufnahme eines neuen Darlehens in Höhe von 200 Mio. € aus. Die Steigerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen war hauptsächlich auf gestiegene Ansprüche auf Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Covestro Deutschland AG zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten war im Wesentlichen auf die vollständige Rückzahlung der Commercial Papers in Höhe von 40 Mio. € zurückzuführen.
Die verbleibenden Euro-Anleihen in Höhe von 1,5 Mrd. € haben entsprechend ihrer Laufzeit folgende Fälligkeiten: 500 Mio. € sind im Jahr 2026 fällig und 1,0 Mrd. € sind innerhalb eines Zeitraums zwischen einem und fünf Jahren fällig. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 403 Mio. € im Jahr 2026 und weitere 152 Mio. € innerhalb eines Zeitraums zwischen einem und fünf Jahren fällig. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Einige der bestehenden Kreditvereinbarungen enthalten sogenannte Change-of-Control-Vereinbarungen. Soweit auf darauf basierende, formale Kündigungsrechte durch die Kreditgeber nicht verzichtet wurde, werden die entsprechenden bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als kurzfristig ausgewiesen. Dies betrifft Verbindlichkeiten in Höhe von 400 Mio. €, von denen im Vorjahr 200 Mio. € als langfristig klassifiziert waren.